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Die Mayas

Die Mayas

Maya Region

- die vorklassische Zeit – kleine dörfliche Siedlungen begann ca. 2000 v. Chr.
- erste Zentren wie Nakbé und El Mirador im zentralen Tiefland, auch im südlichen Hochland und im nördlichen Yucatan
- Klassische Periode, das goldene Zeitalter der Mayas – (rund 1000 Jahre), ca. von 200 v. Chr. Bis 900 n. Chr.
- über 50 und mehr selbständigen Staatsgebilde, Stadtstaaten oder Domänen,
- auf etwa 250 000 Quadratkilometer Waldland und Savanne,
- erstreckte sich von der Region Chiapas, der Halbinsel Yucatan, über Guatemala, Belize bis in den westlichen Teil von Honduras und El Salvador.
- die göttlichen Ahauob (regierende Adeligen) herrschen in Stadtstaaten über ein Millionenvolk von Bauern, Handwerkern, Kaufleute, Kriegern und Adelige
- sie regieren über üppig ausgestattetes Zentrum aus Tempel, Pyramiden, Paläste und riesige offene Plätze,
ihre Dienerschaft bestand aus zehntausende Menschen,
- jenseits ihrer Gebiete führten die Mayas Krieg mit den Nachbardomänen oder betrieben Handel.

Die Mayas glaubten an die ewige Wiederkehr der Vergangenheit.
Sie schrieben alles auf Papier und besaßen Tausende von Büchern, die sie in Bibliotheken und Archiven sammelten.
- Die Bücher wurden leider, bis auf wenige, von den Spaniern vernichtet.


Chichen Itza

Die hieroglyphische Bilderschrift ritzten sie auch in Steinmonumenten und Bauwerken. So wurden z. B. alle bedeutende Ereignisse im Leben der Herrscher – Geburt, Thronbesteigung, Eheschließung, militärische Siege, Tod, Geburt der Nachkommen – auf Denkmäler verewigt. Sie enthielten unter anderen auch genaue Anweisungen, wie eine Opferung durch zuführen war. Die Opferungen waren wichtiger Bestandteil ihre Religion. Sowie der Mais (ihre wichtigste Feldfrucht) nicht ohne ihre Hilfe säen und wachsen kann, so war für das Weiterleben und Wohlergehen des Weltalls Blutopfer nötig.


Codex Tro- Cortesianus

Gegen Ende der klassischen Zeit stiegen die Bevölkerungszahlen an, Kriege wurden häufiger geführt. Das führte wahrscheinlich zum Zusammenbruch im südlichen Hochland.

Die Maya- Kultur auf Yucatan blühte bis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert weiter.


Weltenbaum der Mayas ( wikipedia)

Die Mehrheit der Mayas lebten in strohbedeckten Hütten, nur die Mächtigen lebten in Steinpalästen.
Die ärmeren Mayas lebten (wie auch heute noch) in Großfamilien. Die Großfamilienhaushalte befanden sich jeweils auf einer Hofanlage, die sich aus mehreren Ein-Raum-Häusern zusammensetzten. Die Hauswände bestanden aus Knüppelgepflecht oder Palisaden mit Kalbmörtelbewurf, auf Pfosten darüber das mit Palmen, Gras oder Maisstroh gedeckte Satteldach. Die Großfamilie bestand unter einer Gruppe von miteinander verwandten erwachsenen Personen, darunter ein oder mehrere Ehepaare mit versorgungsbedürftigen Kindern, hinzukommen mehrere unverheiratete Jugendliche und ältere Paare, sowie Großeltern. So waren immer genug Arbeitskräfte vorhanden. Es gab eine genaue Arbeitsaufteilung. Die Männer waren für die Feldarbeit zuständig, die Frauen erledigten die Arbeiten im Haus. Sie waren die Instandhaltung des Hauses, Brennholzsammeln, Essenkochen, Instandsetzen und Pflege von Gerätschaften und ähnliches zuständig. Dazu gehört auch handwerkliche Arbeiten, wie Tuchweben, Kleidung anfertigen und Töpferwaren. Dieses wurde für den eigenen Bedarf oder zum Handeln hergestellt. Selbst Kinder wurden Mädchen und Jungen unterschiedliches Spielzeug gegeben. So bekamen Jungen Miniatur- Ackergeräte und Mädchen Miniatur- Haushaltgeräte zum Spielen.

Die Schamanen spielen eine sehr wichtige Rolle im Öffentlichkeitsraum des Dorfes. Sie heilen Krankheiten, sind für eine Vielzahl obligatorischer Rituale auf den Felder und in den Häusern der Dorfbewohner zuständig.


ungefährer Machtbereich der zeitweise unabhängigen Mayas um 1870 (wikipedia)

Götter und Opfer

Wie bei anderen Kulturen Mittelamerikas spielt auch bei den Maya das menschliche Blut eine besondere Rolle. Hochgestellte Persönlichkeiten gewannen das Blut z. B., indem sie sich dornige Fäden durch Lippe oder Zunge zogen oder auch den Penis mit Seeigelstacheln anstachen. Die Schmerzhaftigkeit dieser Praxis war offenbar für ihren religiösen Wert von großer Bedeutung. Abbildungen aus klassischer Zeit verbinden das dargestellte Blutopfer zudem oft mit der Darstellung einer sogenannten Visionsschlange, ob dies ein Hinweis darauf ist, dass der Blutverlust zu religiösen Eingebungen führte, ist bis heute ungeklärt. Aus Sicht der Maya war das Blut Sitz der Seele und Lebenskraft, die Seele selbst stellte man sich jedoch luft- oder rauchförmig vor (Atemseele. Daher fing man das gewonnene Blut durch Papierstreifen auf, die man anschließend verbrannte. Die Maya-Religion war polytheistisch, wobei die Götter der Maya analog den Menschen als sterbliche Wesen vorgestellt wurden. Wie bei den Azteken und anderen mittelamerikanischen Religionen auch, diente das Opfer daher auch nicht allein dazu, die Götter gewogen zu machen, vielmehr war es der Opferdienst der Menschen, der die Götter in gewisser Weise am Leben erhielt. So wird auch die durchaus übliche Darstellungsweise in der Maya-Kunst verständlich, die uns Könige zeigt, welche einen Gott als Säugling im Arm tragen. Gleichwohl wurden die Götter zugleich als Wesen vorgestellt, die uralt sein konnten.


Cenote Chichen Itza

In der Religion der Maya waren Menschenopfer durchaus üblich. Die Art der rituellen Hinrichtungen reichte von Köpfen, Ertränken (z. B. in Cenotes), Erhängen, Steinigen, Vergiften, Verstümmeln bis hin zu lebendig begraben. Zu den grausamsten Tötungsarten gehörte wie bei den Azteken das Aufschlitzen des Bauches und das Herausreißen des noch schlagenden Herzens. Letzteres ist vor allem für die Postklassik indirekt (über Kultgegenstände, siehe chakmol belegbar. Geopfert wurden sowohl Kriegsgefangene als auch Mitglieder der eigenen Gruppe, auch aus der Oberschicht. Die Bedingungen, wer wann, wie und wo geopfert wurde, werden zurzeit noch erforscht. Sicher - und durch Darstellungen gut belegt - ist die Tötung von Kriegsgefangen im größeren Maßstab, vielleicht aus der Oberschicht des gegnerischen Staates. Ob die Maya jedoch wie die Azteken Kriege nur zur Gewinnung von möglichen Menschenopfern geführt haben oder die Könige mit der Opferung ihrer Gegner nur ihre Macht vor den Menschen und ihre Pietät vor den Göttern belegen wollten, ist noch unklar. Zwar war die Mayakultur sehr kriegerisch, wie man heute weiß, doch ist es aus verschiedenen Gründen unwahrscheinlich, dass die Maya im Umfang der Menschenopferung auch nur annähernd den Azteken gleichkamen. Das frühere Bild jedoch, dass sich die Maya im Gegensatz zu den Azteken durch Friedlichkeit und nur sehr seltene Opferungen auszeichneten, wurde durch neuere Forschungsergebnisse (insbesondere seit die Schrift 1973 teilweise entziffert wurde) deutlich relativiert. Der Unterschied in der Wahrnehmung von Azteken und Maya hat historische Ursachen: Als die Spanier in Mittelamerika eintrafen, wurden sie noch Augenzeugen der aztekischen Religionsausübung, während die klassische Maya-Kultur längst untergegangen war. In den postklassischen Städten im Norden Yukatans hatte sich die Kultur hingegen deutlich verändert. So lässt sich zum Beispiel an den Bauten der heutigen Ruinenstädte aus der Zeit der spanischen Eroberung gut ablesen, dass die Religion offensichtlich nicht mehr die herausragende Rolle spielte wie in der Zeit der Klassik. Trotz der heute grausam und z. T. abstoßend wirkenden Fremdartigkeit der Maya-Religion sind doch auch viele herausragende kulturelle Leistungen eng mit der Religion der Maya verbunden. Hierzu zählen Kalenderwesen, Schrift und Bauwesen.




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